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Das war definitiv KEIN Job für den Arsch

Wir freuen uns sehr, dass bei unserer Spendenaktion am Welttoilettentag eine so hohe Summe zusammen gekommen ist! Gestern, am 19.11.2019, haben wir für jedes verkaufte WC 10,00 Euro gesammelt. Am Ende des Tages waren es dann knapp 1.000,00 Euro – die wir mit Freude an die OEW - Organisation für Eine solidarische Welt  weiterleiten werden.

Wie Sie bereits wissen, geht das Geld an ein Projekt - betreut von der OEW – Organisation für Eine solidarische Welt - in Marokko. In Fqih Bensalah wurde bereits zwei Schulen, eine Apotheke und eine Erste Hilfe Station errichtet. Bei der Ersten Hilfe Station gibt es noch keine Toiletten – mit dieser Summe können wir diese nun mitfinanzieren!

Wir danken allen, die gestern so fleißig WC‘s gekauft haben. Sie alle haben mitgeholfen, dass wir nun den Bau dieser WC-Anlagen mit realisieren können.


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19. November 2019
Ein Job für den A****

Es gibt Dinge im Leben, die kann man sich nicht schön reden. Daher bringe ich es einfach auf den Punkt: „mein Job ist für den Arsch“.

Wie, Sie glauben mir nicht? Dann stelle ich mich mal kurz vor: Mein Name ist WC, oder Toilette, oder Klo, oder Klosett – oder auch stilles Örtchen. Wobei „stilles Örtchen“ nicht immer zutrifft. Viel mehr ist es der Ort für den gewissen O-Ton. Unverfälscht und echt.

Es ist wahrlich ein full time job. Ob Tag oder Nacht – ich muss jederzeit einsatzbereit sein. Und ganz wichtig in Zeiten der Genderfrage - bin ich genderunabhängig! Jawoll, zu mir kann jeder kommen! Ob Mann oder Frau, Jung oder Alt, Europäer, Asiate, Afrikaner - alle meine Kunden sehe ich als Könige und alle dürfen sich fühlen, wie auf einem Thron! Trotzdem, am liebsten sind mir doch die ganz Kleinen, die Anfänger. Sie behandeln mich noch mit Respekt, treten ehrfürchtig an mich heran. Unbezahlbar der Moment, wenn Mama und Papa einen Freudentanz aufführen, sobald Junior sein Geschäft endlich erfolgreich verrichtet hat. Das sind dann wohl die kleinen Freuden im Leben.
Oft stellt man mir die Frage, wer denn nun sauberer sei: Männer oder Frauen. Ganz ehrlich – auch hier gibt es die ausgleichende Gerechtigkeit. Wobei bei Frauen sicherlich der Dominoeffekt eine wesentliche Rolle spielt. Geht bei A etwas daneben, dann können es B und C und D nicht besser machen. Und die Männer? Tja, neben den paar Prozent sesshaften Besuchern gibt es immer noch die „Stehend-Biesler“ – und im Stehen ist die Streuung nun mal stärker als im Sitzen. Aber das zählt zu meinem Berufsrisiko. Apropos Risiko: Jeder Mensch verbringt statistisch gesehen drei Jahre seines Lebens auf der Toilette. Und das Risiko sich dort zu verletzen steht angeblich bei 1 zu 10.000 und ist somit deutlich höher als im Urlaub von Haien attackiert zu werden. Wissen, welches die Welt nicht braucht – aber es sollte mal erwähnt werden.
Auch das Pflegen der sozialen Kontakte ist mir äußerst wichtig. Nutzen doch 80 Prozent der Deutschen das Handy auf der Toilette. Positiver Nebeneffekt: ich bin immer auf dem Laufenden in Sachen Klatsch und Tratsch. Man kann sagen, ich bin die Nische der Kommunikation.

Und nun ein Hoch auf die Generalversammlung der Vereinten Nationen, die am 24. Juli 2013 auf Vorschlag Singapurs einstimmig den Welttoilettentag ausgerufen haben ! Warum? Dort haben sie nämlich die Wichtigkeit meines Daseins erkannt und stellen das Beschmutzen öffentlicher Toiletten unter Strafe. Für Sie ist der tägliche Gang zur Toilette eine Selbstverständlichkeit, viele Menschen in den Entwicklungsländern kennen mich aber noch gar nicht. Und das sollten wir schleunigst ändern! Klar, ich kann alleine nicht die Welt retten – aber ich kann sie ein kleines bisschen besser machen. Und was wir alleine nicht können, das können wir gemeinsam. Gemeinsam mit Innerhofer! Für jedes WC, das wir heute am Welttoilettentag verkaufen, spenden wir 10,00 EURO an das Projekt „Erste Hilfe Station in Marokko“. So kann ich voller Stolz sagen: heute war meine Arbeit nicht für den Arsch.
In Zusammenarbeit mit OEW

Ziemlich zentral in Marokko gelegen und in einer sehr ländlichen Umgebung liegt Fqih Bensalah. Einige Familien haben sich zusammengeschlossen, um die Struktur der Umgebung zu verbessern. Mit der Unterstützung von den Familien selbst, örtlichen Vereinen und dem Amt für Kabinettsangelegenheiten Südtirol wurden in zwei Schulen im Dorf Toiletten und jeweils ein Brunnen gebaut.
Eine Erste Hilfe Station mit einer Apotheke wurde als Grundversorgung eingerichtet. Eine Krankenschwester steht bei einer Erstbehandlung oder bei Impfungen zur Verfügung. Falls Medikamente bei verschiedenen Schmerzen notwendig sind, werden diese verteilt. Für diese Erste- Hilfe-Station gibt es noch keine Toilette, die die Patienten nutzen könnten.

Bankverbindung: IT 93 H060 4558 2200 0000 5004 219
Das war definitiv KEIN Job für den Arsch
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